KNAK-Fachkurs: Totholzkäfer
Referent: Stephan Joecke
Für Fortgeschrittene
Der KNAK-Fachkurs „Totholzkäfer“ in der Wildeshauser Geest vermittelt fundiertes Wissen über Systematik und Morphologie der faszinierenden Insekten.
Theorietag
Totholzkäfer bilden eine artenreiche und ökologisch bedeutende Gruppe, die eng an abgestorbenes Holz gebunden ist. Am ersten Kurstag stehen ihre grundlegenden Merkmale, ihre Lebensweise und ihre Rolle im Waldökosystem im Mittelpunkt.
Behandelt werden typische Körperformen, Entwicklungszyklen im Holz, Unterschiede zwischen Holzbewohnern und Holzzerstörern sowie ihre Bedeutung für Zersetzung, Nährstoffkreisläufe und Biodiversität.
Dazu kommen wichtige heimische Familien, Hinweise zur Erkennung von Fraßspuren und Bohrmehl sowie die Einführung in Bestimmungsmerkmale und ökologische Ansprüche verschiedener Arten.
Exkursionstag
Der zweite Tag findet im Gelände statt und konzentriert sich auf das Erkennen und Bestimmen von Totholzkäfern in ihrem natürlichen Umfeld. Die Teilnehmenden lernen, geeignete Strukturen wie liegendes und stehendes Totholz, Rindenmulm oder Pilzbefall gezielt zu untersuchen. Vor Ort werden typische Arten und ihre Spuren vorgestellt, Bestimmungsübungen durchgeführt und Methoden zur Dokumentation von Funden vermittelt. Ergänzend geht es um das sichere Erkennen von Entwicklungsstadien, das Lesen von Fraßbildern und das Einschätzen ökologischer Zusammenhänge wie Holzart, Zersetzungsgrad und Mikrohabitate.
Teilnehmende: 20
Teilnahmegebühr:
Kostenlos.
Bildquellen
Kleiner Eichenbock (Cerambyx scopolii), (c) Klaus Kuttig/BUND