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Buschwindröschen

  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de
    Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Jürgen Podgorski/NABU-naturgucker.de

Im Schatten sah ich ein Blümchen steh’n, wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.“

 – Johann Wolfgang von Goethe „Gefunden“ (1813)

Faszination Frühblüher – die ersten blühenden Pflanzen des Jahres, die das Ende eines langen, kalten und oftmals grauen Winters ankündigen, faszinieren nicht nur die großen Dichter und Denker seit langer Zeit. Wir alle können uns daran erfreuen, wenn wir bei einem Waldspaziergang wieder auf die erste Blütenpracht stoßen. Ein Frühblüher, den Ihr häufig zu seiner Blütezeit im März und April entdecken könnt, ist das Buschwindröschen. 

Wir möchten herausfinden, wo das Buschwindröschen vorkommt, welche Lebensräume es bevorzugt und welche es eher meidet. Ihr könnt uns dabei helfen, indem Ihr uns Eure Beobachtungen meldet. Der Schwerpunkt dieser KNAK-Meldeaktion liegt in Niedersachsen, aber auch Meldungen aus anderen Bundesländern sind herzlich willkommen.

Um Euch die Dokumentation Eurer Funde zu erleichtern, bieten wir eine einfache Meldemöglichkeit an. Unsere Buschwindröschen-Aktionsseite könnt Ihr per Smartphone, PC, Laptop oder Tablet nutzen. Sie enthält eine Beschreibung des Buschwindröschens und Informationen zu zehn weiteren frühblühende Pflanzenarten, mit denen Verwechslungen möglich sind und die ebenfalls in Deutschland vorkommen.

Pate dieser KNAK-Meldeaktion ist der NABU Hameln – Hessisch Oldendorf – Aerzen. Er bietet interessante Veranstaltungen zum Kennenlernen von Arten an, siehe unten.

Schaut bei eurem nächsten Waldspaziergang gern genauer hin und meldet, wo Ihr das Buschwindröschen findet!

Teppich aus Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Susanne Großnick/NABU-naturgucker.de
Teppich aus Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Susanne Großnick/NABU-naturgucker.de

Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühblüher. Es wächst als Teil der Krautschicht am Waldboden im Frühjahr, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen. Nur in der Zeit bekommt es durch die Zweige das viele Licht ab, das es benötigt. Aufgrund dieser hohen Lichtansprüche findet der gesamte Lebenszyklus des Buschwindröschens zwischen Februar und April statt. Es bedeckt oft große Flächen des Waldbodens mit seinen grünen Blättern und weißen Blüten. 

Oft ist es an Stellen zu finden, die mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Mullböden besitzen. Es wächst beispielsweise viel in sommergrünen Laubwäldern und in Schlehengebüschen. Das Buschwindröschen kommt ausgeschlossen der Küstenmarschen und waldfreien Landschaften überall vor. In den Allgäuer Alpen steigt es sogar bis auf etwa 2000 Meter.

Blüte 

Buschwindröschen werden zwischen 10 und 25 cm groß und bilden in der Regel nur eine Blüte pro Pflanzenexemplar aus. Selten haben sie auch zwei Blüten. Die Blüten bestehen aus sechs bis acht (manchmal 12) weißen Perigonblättern (äußere Blütenblätter), die außen leicht rosa gefärbt sind. Diese sind in zwei Kreisen angeordnet und besitzen eine lange elliptische Form. Die Blütenspitze ist in der Regel gerundet, manchmal allerdings auch leicht eingekerbt. Etwa 10 bis 20 unverwachsene, längliche und flaumig behaarte Fruchtblätter sind von zahlreichen Staubblättern mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln umgeben. 

Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Daisy Paepke/NABU-naturgucker.de
Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Daisy Paepke/NABU-naturgucker.de

Stängel und Blätter

Während der Blütezeit der Buschwindröschen fehlen grundständige Blätter. Das gestielte fingerförmige Grundblatt bildet der Frühblüher erst nach der Blütezeit aus. Im oberen Stängeldrittel befinden sich in einem Quirl (Wirtel) angeordnet drei Hochblätter. Diese besitzen einen mindestens einen Zentimeter langen Stiel, sind handförmig dreigeteilt und besitzen grob gesägte Abschnitte. Der Blütenstiel der Buschwindröschen ist mit kleinen Haaren besetzt und entspringt der Vereinigung der Hochblätter.

Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Martina Limprecht/NABU-naturgucker.de
Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Martina Limprecht/NABU-naturgucker.de

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Vielleicht fragt Ihr Euch, weshalb Ihr beim Melden Eurer Naturbeobachtungen Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse angeben müsst. Das hat wichtige Gründe:

  1. NABU|naturgucker, der Betreiber des Meldeportals, auf dem die Beobachtungsdaten der Meldeaktionen des KNAK-Projektes gespeichert werden, ist dazu verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung Urheberrecht zu befolgen. Das bedeutet, auf diesem Meldeportal dargestellte Beobachtungen, Bilder und Videos müssen mit den Namen der Melder*innen gekennzeichnet werden.
  2. Alle auf diesem Meldeportal veröffentlichten Beobachtungen, Bilder und Videos werden der Forschung und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. Bei der Auswertung der Daten kann es geschehen, dass sich Rückfragen zu einzelnen Sichtungen ergeben. Dafür ist es wichtig, dass Ihr per E-Mail erreicht werden könnt. Falls Eure Daten in einer wissenschaftlichen Publikation zitiert werden, erfolgt dies in der Regel wegen der Urheberrechtsvorgaben mit Namen; siehe dazu auch Punkt 1.

Grundsätzlich behandeln KNAK und NABU|naturgucker Eure personenbezogenen Daten so, dass die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union erfüllt sind. Hier findet Ihr die Datenschutzerklärung unseres Projektpartners NABU|naturgucker.

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Falls Sie Hilfe bei der Bedienung der Aktionsseite benötigen, besuchen Sie bitte die Hilfeseiten unseres Projektpartners NABU|naturgucker.

NABU-Veranstaltungen

Juni 2026

KNAK-Fachkurs: Waldökologie

Referent*innen: Rainer Borcherding  Für Einsteiger*innen mit grundlegenden Kenntnissen Lerne mit uns über das Ökosystem Wald! Laubwälder sind die natürliche Vegetation in weiten Teilen Mitteleuropas und sie beherbergen eine große Vielfalt an Pflanzen, Insekten und Wirbeltieren. Besonders im Frühsommer zeigen sie ein Maximum an Kräutern, Insekten und Vögeln. Mit verschiedenen Untersuchungstechniken wollen wir die Tier-und Pflanzenwelt im ... Weiterlesen ...
06 - 07 Juni 2026
Ganztags
Hessisch Oldendorf

KNAK-Übungsgruppe: Feldbotanik

Leitung: Annette Hinze Für Einsteiger*innen – Fortgeschrittene (Baustein zur Vorbereitung auf BANU-Prüfung) Jeden ersten Samstag im Monat (kann bei Feiertagen ggf. abweichen) kannst Du auf unserem SpeCies Dating die Feldbotanik im Landkreis Hameln-Pyrmont kennenlernen. Bei diesem Kurs werden Pflanzenfamilien oder Lebensräume der Welt der Pflanzen genauer betrachtet, die Systematik erklärt und im ökologischen Zusammenhang mit anderen ... Weiterlesen ...
06 Juni 2026
14:00 - 18:00
Landkreis Hameln-Pyrmont

KNAK-SpeCies Datings: Heide und Moore

Referent: Alexander Wirth Für Einsteiger*innen Von Heidekraut, Heidelbeeren und Heidelibellen: Lerne die Bewohner der Heide- und Moorlebensräume am Steinhuder Meer kennen! Wir machen uns gemeinsam auf in das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer. Dort wirst Du unter der Anleitung unseres Experten Alexander Wirth die vielen Bewohner des Lebensraums kennenlernen und bestimmen. Mit etwas Glück ... Weiterlesen ...
14 Juni 2026
14:00 - 18:00
NSG Totes Moor, Steinhuder Meer

KNAK-SpeCies Datings: Heide und Moore

Referent: Alexander Wirth Für Einsteiger*innen Von Heidekraut, Heidelbeeren und Heidelibellen: Lerne die Bewohner der Heide- und Moorlebensräume am Steinhuder Meer kennen! Wir machen uns gemeinsam auf in das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer. Dort wirst Du unter der Anleitung unseres Experten Alexander Wirth die vielen Bewohner des Lebensraums kennenlernen und bestimmen. Mit etwas Glück ... Weiterlesen ...
14 Juni 2026
14:00 - 18:00
NSG Totes Moor, Steinhuder Meer

KNAK-SpeCies Datings: Gewässerlebewesen

Referent: Dirk Schmidt Für Einsteiger*innen Von Wasserschnecken, Larven und Egeln: Lerne die faszinierende Welt des Makrozoobenthos kennen – jener kleinen, aber gut sichtbaren wirbellosen Tiere, die den Boden unserer Gewässer bewohnen! Du erfährst bei diesem SpeCies Dating, was Makrozoobenthos eigentlich ist: Zum Beispiel Larven von Insekten, Würmer, Kleinkrebse und Schnecken, die auf, im oder direkt unter dem ... Weiterlesen ...
20 Juni 2026
10:00 - 15:00
Hessisch Oldendorf
Juli 2026

KNAK-Fachkurs: Amphibien

Referentinnen: Mirjam Nadjafzadeh, Lisa-Marie Hille Für Einsteiger*innen mit grundlegenden Kenntnissen Lerne die Welt der Amphibien kennen und verschaffe dir einen Überblick über heimische Arten! In diesem Kurs erfährst du, wie Amphibien unterschieden und bestimmt werden können. Außerdem werden ihre Lebensweisen und -räume behandelt und Hinweise zur Erfassungsmethodik gegeben.  Grundlegende Vorkenntnisse über Amphibien sind für die ... Weiterlesen ...
04 Juli 2026
10:00 - 18:00
Hessisch Oldendorf

KNAK-Übungsgruppe: Feldbotanik

Leitung: Annette Hinze Für Einsteiger*innen – Fortgeschrittene (Baustein zur Vorbereitung auf BANU-Prüfung) Jeden ersten Samstag im Monat (kann bei Feiertagen ggf. abweichen) kannst Du auf unserem SpeCies Dating die Feldbotanik im Landkreis Hameln-Pyrmont kennenlernen. Bei diesem Kurs werden Pflanzenfamilien oder Lebensräume der Welt der Pflanzen genauer betrachtet, die Systematik erklärt und im ökologischen Zusammenhang mit anderen ... Weiterlesen ...
04 Juli 2026
14:00 - 18:00
Landkreis Hameln-Pyrmont

KNAK-Fachkurs: Felsen

Referentin: Freya Zäpernick Für Einsteiger*innen Entdecke den spannenden Lebensraum Felsen! Unser Fachkurs lädt Dich dazu ein, die besondere Tier- und Pflanzenwelt felsiger Standorte kennenzulernen und grundlegende Kenntnisse zu ihrer Bestimmung zu lernen. Im Verlauf des Seminars erhältst Du eine Einführung in die ökologischen Besonderheiten und die typischen Artengemeinschaften.  Vorkenntnisse oder Materialien sind für die Teilnahme ... Weiterlesen ...
11 - 12 Juli 2026
10:00 - 15:00
Hessisch Oldendorf

KNAK-SpeCies Datings: Heide und Moore

Referent: Alexander Wirth Für Einsteiger*innen Von Heidekraut, Heidelbeeren und Heidelibellen: Lerne die Bewohner der Heide- und Moorlebensräume am Steinhuder Meer kennen! Wir machen uns gemeinsam auf in das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer. Dort wirst Du unter der Anleitung unseres Experten Alexander Wirth die vielen Bewohner des Lebensraums kennenlernen und bestimmen. Mit etwas Glück ... Weiterlesen ...
11 Juli 2026
14:00 - 18:00
NSG Totes Moor, Steinhuder Meer

KNAK-SpeCies Datings: Gewässerlebewesen

Referent: Dirk Schmidt Für Einsteiger*innen Von Wasserschnecken, Larven und Egeln: Lerne die faszinierende Welt des Makrozoobenthos kennen – jener kleinen, aber gut sichtbaren wirbellosen Tiere, die den Boden unserer Gewässer bewohnen! Du erfährst bei diesem SpeCies Dating, was Makrozoobenthos eigentlich ist: Zum Beispiel Larven von Insekten, Würmer, Kleinkrebse und Schnecken, die auf, im oder direkt unter dem ... Weiterlesen ...
18 Juli 2026
10:00 - 15:00
Hessisch Oldendorf

KNAK-SpeCies Datings: Streuobstwiese

Referent*innen: Klaus Kuttig, Kim Forche Für Einsteiger*innen Obstbäume, Wiese und alte Baumhöhlen: Lerne den Lebensraum Streuobstwiese kennen! Gemeinsam besuchen wir eine Streuobstwiese in der Region und schauen uns an, was diesen Lebensraum ausmacht. Unter Anleitung von Klaus Kuttig und Kim Forche erfährst Du, warum Streuobstwiesen für viele Tier- und Pflanzenarten wichtig sind, welche vorkommen und was ... Weiterlesen ...
19 Juli 2026
14:00 - 19:00

KNAK-Fachkurs: Spinnen

Referent: Stephan Lauterbach Für Einsteiger*innen Tauche ein in die spannende Welt der Spinnen! Neben der Vorstellung der wichtigsten Spinnenfamilien in Deutschland widmet sich der Kurs zunächst der Feldbestimmung und systematischen Einordnung größere Verwandtschaftsgruppen (Familien) und die Bestimmung der häufigsten Arten. Ferner werden Grundlagen der Biologie und der Ökologie der Spinnen vermittelt. Geringe grundlegende Vorkenntnisse sind ... Weiterlesen ...
25 - 26 Juli 2026
10:00 - 17:00
Braunschweig
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Kostenlose Lerninhalte der KNAK-Akademie

Die KNAK-Akademie macht Artenwissen online und kostenlos für alle Naturinteressierten zugänglich. An diesem virtuellen Lernort gibt es neben vielen anderen Kursen auch einen mit dem Schwerpunkt Pflanzen:

Eine Übersicht aller zur Verfügung stehenden Lernangebote über Arten und Lebensräume gibt es hier.

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