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Knautien-Sandbiene

  • Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) Margit Springer/NABU-naturgucker.de
    Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) Margit Springer/NABU-naturgucker.de

Seit den 2000er Jahren liegen Funde der Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana) in Niedersachsen vor. Allerdings in so geringer Zahl, dass uns eine verlässliche Vorstellung von der tatsächlichen Verbreitung der Art im Bundesland nach wie vor fehlt.

Dabei ist diese Sandbiene alles andere als unauffällig. Mit ihrer stattlichen Körpergröße, dem oft auffallend rot gefärbten Hinterleib und dem leuchtend rosa-roten Pollenpaketen der Wiesen-Witwenblume (Kanutia arvensis), ist sie eine der leicht zu erkennensten heimischen Wildbienen überhaupt. Mit ihrer Kürung zur Wildbiene des Jahres 2017 wurde auf ihre Schutzbedürftigkeit aufmerksam gemacht.

Wir möchten wissen, wo sie in Niedersachsen noch vorkommt! Helft uns dabei, die Verbreitungskarte zu schließen und meldet eure Funde.

Pate dieser Meldeaktion ist der Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide e. V. (VNP). Er bietet auch interessante Artenkenntnisseminare an, siehe unten.

Um Euch die Dokumentation Eurer Funde zu erleichtern, bieten wir eine einfache Meldemöglichkeit an. Unsere Aktionsseite zur Knautien-Sandbiene könnt Ihr per Smartphone, PC, Laptop oder Tablet nutzen. Sie enthält eine Beschreibung der Knautien-Sandbiene und Informationen zu einigen weiteren häufigen Bienenarten, mit denen Verwechslungen möglich sind und die ebenfalls in Deutschland zu finden sind.

Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) René Gropp/NABU-naturgucker.de
Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) René Gropp/NABU-naturgucker.de

Weibchen: Gesucht werden vor allem die Weibchen. Mit einer Körperlänge von 14 bis 16 Millimetern zählt die Knautien-Sandbiene zu den größeren Vertretern ihrer Gattung und fällt dadurch gut auf. Der Kopf und der Thorax sind schwarz. Das Gesicht ist weiß behaart. Typisch und gut erkennbar sind die häufig rot gefärbten ersten beiden Hinterleibssegmente, wenngleich einzelne Exemplare auch ganz schwarz erscheinen können. Das Weibchen besitzt eine goldgelbe Endfranse am letzten Hinterleibssegment sowie eine zweifarbige Sammelbürste an den Hinterbeinen (goldgelb und weiß). Allerdings ist die Sammelbürste oft mit dem rosa-roten Pollen der Acker-Witwenblume beladen.

Männchen: Das Männchen unterscheidet sich vom Weibchen durch die auffällige weiße Färbung des Kopfschildes (Clypeus) sowie eine gelbbraune Thoraxbehaarung. Die rote Hinterleibsfärbung tritt bei Männchen seltener auf. Die Körperlänge beträgt ebenfalls 13–16 mm. 

Verwechslungsgefahr: Die Kombination aus Körpergröße, speziellem Blütenbesuch an Witwenblumen und Skabiosen sowie dem auffälligen Pollen macht die Art gut erkennbar. Die ähnliche Andrena marginata, die ebenfalls an der Wiesen-Witwenblume Pollen sammelt, ist mit rund 10 mm deutlich kleiner. Ihre Hauptpollenquelle sind zudem Scabiosa-Arten, und sie erscheint erst ab Anfang August.

Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) Margit Springer/NABU-naturgucker.de
Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) Margit Springer/NABU-naturgucker.de

Andrena hattorfiana ist in fast ganz Europa verbreitet. In der Schweiz steigt sie in den Alpen sogar bis in Höhen von 2.000 Metern auf. In Deutschland ist sie von der Ebene bis in die höheren Lagen der Mittelgebirge weit verbreitet, aber insgesamt nur mäßig häufig. 

Auf der Roten Liste Deutschlands wird die Art als gefährdet (Kategorie 3) eingestuft, vielerorts ist sie inzwischen ganz verschwunden. Als Hauptursache gilt die intensive Landwirtschaft, die sowohl den Verlust geeigneter Nahrungshabitate als auch den Verlust offener Nistflächen bewirkt. 

In Niedersachsen wird die Art in der Roten Liste mit G – „Gefährdung unbekannten Ausmaßes“ – geführt, was die lückenhafte Datenlage widerspiegelt. Gerade deshalb sind aktuelle Meldungen aus Niedersachsen besonders wertvoll.

Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) René Gropp/NABU-naturgucker.de
Knautien-Sandbiene (Andrena hattorfiana), (c) René Gropp/NABU-naturgucker.de

Andrena hattorfiana ist eine solitäre Art, die verschiedenste Lebensräume besiedeln kann sofern dort ihre Pollenquellen blühen. Sie kommt auf trockenen, mageren Wiesen, aber auch Fett- und Streuobstwiesen, an Waldrändern, Dämmen, Weg- und Straßenrändern sowie blütenreichen Flächen im Siedlungsbereich vor. Ihre Nester legt sie in selbstgegrabenen Erdröhren auf besonnten Standorten an. Bevorzugt werden horizontale Flächen oder schwach geneigte Böschungen mit schütterer, niedriger Vegetation. A. hattorfiana nistet dabei oft unter den schützenden Rosetten krautiger Pflanzen.

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Vielleicht fragt Ihr Euch, weshalb Ihr beim Melden Eurer Naturbeobachtungen Euren Namen und Eure E-Mail-Adresse angeben müsst. Das hat wichtige Gründe:

  1. NABU|naturgucker, der Betreiber des Meldeportals, auf dem die Beobachtungsdaten der Meldeaktionen des KNAK-Projektes gespeichert werden, ist dazu verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung Urheberrecht zu befolgen. Das bedeutet, auf diesem Meldeportal dargestellte Beobachtungen, Bilder und Videos müssen mit den Namen der Melder*innen gekennzeichnet werden.
  2. Alle auf diesem Meldeportal veröffentlichten Beobachtungen, Bilder und Videos werden der Forschung und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. Bei der Auswertung der Daten kann es geschehen, dass sich Rückfragen zu einzelnen Sichtungen ergeben. Dafür ist es wichtig, dass Ihr per E-Mail erreicht werden könnt. Falls Eure Daten in einer wissenschaftlichen Publikation zitiert werden, erfolgt dies in der Regel wegen der Urheberrechtsvorgaben mit Namen; siehe dazu auch Punkt 1.

Grundsätzlich behandeln KNAK und NABU|naturgucker Eure personenbezogenen Daten so, dass die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union erfüllt sind. Hier findet Ihr die Datenschutzerklärung unseres Projektpartners NABU|naturgucker.

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Veranstaltungen des VNP (Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide)

Juni 2026
Purpurbär (Diacrisia purpurata), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

KNAK-Seminar: Schmetterlinge (Schwerpunkt Nachtfalter)

Referent: Carsten Heinecke Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Schmetterlinge sind eine besonders attraktive Artengruppe. Mit einer Artenvielfalt von über 3600 Arten in Deutschland bilden sie eine größere Artengruppe, die zunächst als schwierig für den Einstieg in die Insektenbestimmung erscheint. Nur 190 Arten sind Tagfalter. Der weitaus überwiegende Teil der Schmetterlinge gehört zu den Nachtfaltern. Hier hat ... Weiterlesen ...
26 - 28 Juni 2026
Ganztags
Ehrhorn
180,00 €
Juli 2026
Artenkenntnis-Seminar Wilsede, (c) VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

KNAK-Seminar: Artenkenntnisseminar Wilsede (verschiedene Artengruppen)

Referenten: Eine Vielzahl motivierter Expert*innen diverser Artengruppen Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Während der neun Seminartage werden Expert*innen zu einzelnen Artengruppen jeweils einen Einstieg in Nachweismethoden und Bestimmung geben. Einführende Vorträge erläutern die Besonderheiten sowie die Abgrenzung der jeweiligen Artengruppe und die Ökologie zumindest einiger repräsentativer Arten. Im Rahmen von Exkursionen lernen wir die Arten und ... Weiterlesen ...
04 - 12 Juli 2026
Ganztags
Wilsede
500,00 €
Gemeiner Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

KNAK-Seminar: Heuschrecken

Das Seminar ist bereits ausgebucht! Referent: Kay Fuhrmann Für Einsteiger*innen In diesem Seminar werden Grundlagen zur Erfassung, Bestimmung und Biologie der in Niedersachsen vorkommenden Heuschreckenarten behandelt. Dabei wird der Tag in einen Theorieteil, eine Exkursion und Bestimmungsübungen gegliedert. Gefundene Tiere werden vor Ort mit Bestimmungsliteratur bestimmt. Kartierungs- und Fangmaterialien sowie relevante Literatur werden vorgestellt. Für ... Weiterlesen ...
18 Juli 2026
10:00 - 17:00
Bispingen - Niederhaverbeck
40,00 €
Heide-Segge (Carex ericetorum), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

KNAK-Seminar: Gräser

Referent: Florian Gade Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Der Kurs bietet eine Einführung in die Bestimmung von Süßgräsern, Sauergräsern und Binsengewächsen. In Vorträgen wird ein Überblick über die Systematik mit den wichtigsten Familien und Gattungen vergeben. Zudem werden typische Merkmale der Familien thematisiert, da diese Kenntnisse das Bestimmen der Pflanzen deutlich erleichtern. Auf Exkursionen in verschiedene ... Weiterlesen ...
22 - 24 Juli 2026
Ganztags
Wilsede
180,00 €
Gemeine Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius), (c) Axel Gruppe / VNP

KNAK-Seminar: Netzflügler

Referenten: Axel Gruppe, Thomas Hörren, André Apel, Laura Breitkreuz, Steffen Potel Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Netzflügler sind eine kleine, aber vielgestaltige Insektengruppe mit etwas mehr als 120 Arten in Deutschland. Zu ihnen gehören die bekannten Grünen Florfliegen und Ameisenlöwen, aber auch weniger bekannte Vertreter wie Braune Florfliegen, Schlammfliegen, Kamelhalsfliegen, Bachhafte oder die winzigen Staubhafte. Trotz ... Weiterlesen ...
24 - 26 Juli 2026
Ganztags
Ehrhorn
180,00 €
Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes), (c) Frederik Rothe

KNAK-Seminar: Wildbienen

Referent: Frederik Rothe Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene In diesem dreitägigen Seminar erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden ersten Einblick in die Gruppe der Wildbienen. Denn diese sind z.B. für ökologische Bewertungen von Biotopen eine wichtige Artengruppe. Durch die hohe Anpassung der Bienen an Blüten und Habitate können sehr gut Rückschlüsse auf den Zustand von Flächen aufgezeigt ... Weiterlesen ...
31 Juli 2026 - 02 Aug. 2026
Ganztags
Ehrhorn
180,00 €
August 2026
Braunes Langohr (Plecotus auritus), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark

KNAK-Seminar: Fledermäuse

Das Seminar ist bereits ausgebucht! Referenten: Irina Würtele & Florian Gloza-Rausch Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Im Rahmen des dreitägigen Fledermaus-Seminars werden die heimischen Fledermausarten und ihre Bestimmungsmerkmale vorgestellt. Die Teilnehmenden lernen Lebensräume und typische Verhaltensweisen der Tiere kennen. Im Rahmen von zwei Erfassungsnächten werden die häufigsten Nachweismethoden für Fledermäuse praktisch durchgeführt: der Netzfang und der ... Weiterlesen ...
05 - 07 Aug. 2026
Ganztags
Ehrhorn
180,00 €
September 2026
Teilnehmende Erfassungstag Döhle, (c) VNP Stiftung Naturschutzpark

KNAK-Exkursion: Erfassungstag Dierkshauser Heide

An zwei Tagen im Jahr möchten wir Expert*innen und Interessierte dazu einladen, ein Biotop im NSG Lüneburger Heide zu erkunden. Der VNP wird an diesem Tag das jeweilige Gebiet vorstellen. Die Expert*innen sollen dann auf den Flächen ausschwärmen und ihre Artengruppen kartieren. Interessierte haben die Möglichkeit, den Expert*innen hierbei über die Schulter zu schauen.  Nachweismethoden und ... Weiterlesen ...
13 Sep. 2026
10:00 - 17:00
Dierkshauser Heide
November 2026
Exuvie aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark

KNAK-Seminar: Exuvien

Referent: Dr. Mathias Lohr Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Die Bestimmung von Libellen beschränkt sich häufig auf die Ansprache der Imagines. Deutlich effektiver in Bezug auf viele Fragestellungen können aber oft die Larvenhäute genutzt werden. Ein Artnachweiß über Exuvien ermöglicht eine Sichere Aussage zu Vermehrungsgewässern und ist oft die einfachste Möglichkeit Populationsgrößen abzuschätzen. Das Seminar ermöglicht ... Weiterlesen ...
14 - 15 Nov. 2026
11:00 - 17:00
Ehrhorn
180,00 €
Glashaar-Widertonmoos (Polytrichum piliferum), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

KNAK-Seminar: Moose

Referent:  Thomas Homm Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Derzeit ist in Deutschland das Vorkommen von 6 Hornmoos-, 268 Lebermoos- und 903 Laubmoosarten bekannt, insgesamt 1.177 Arten. Moose sind in ihrer Bedeutung bezüglich ihrer Auswirkung auf die Artenzusammensetzung viele Lebensräume vielfach unterschätzt. Sie sind aber keinesfalls nur für Hochmoore prägend, sondern beeinflussen sehr viel Lebensräume. Ihrer hohen ... Weiterlesen ...
16 - 19 Nov. 2026
Ganztags
Ehrhorn
320,00 €
Bartflechte-usnea_VNP

KNAK-Seminar: Flechten

Referent: Thomas Homm Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene Die Vielfalt der Flechten ist mit über 2000 Arten auch in Deutschland recht groß. Nachdem wir uns einführend mit der ökologischen Einnieschung der Flechten auseinandergesetzt haben, werden wir makro- und mikroskopische Merkmale der Flechten benennen. Vorrangig werden wir uns in diesem Kurs in die Bestimmung von epithetischen Blatt- ... Weiterlesen ...
27 - 29 Nov. 2026
Ganztags
Ehrhorn
180,00 €
Dezember 2026
Waldmaus (Apodemus sylvaticus), (c) VNP Stiftung Naturschutzpark

KNAK-Seminar: Kleinsäuger

Referent: Kay Fuhrmann Für Einsteiger*innen In diesem Kurs werden die Grundlagen zur Erfassung von Kleinsäugern (Nager & Insektenfresser) vermittelt. Neben Informationen zu den Arten Niedersachsens, ihrer Systematik und Verbreitung, steht vor allem die Unterscheidung der heimischen Arten im Vordergrund des Workshops. Nach einem Einführungsvortrag werden Gewölle unter Anleitung seziert, um Schädelmaterial zu erlangen. Nach einer ... Weiterlesen ...
05 Dez. 2026
10:00 - 17:00
Bispingen - Niederhaverbeck
40,00 €
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Kostenlose Lerninhalte der KNAK-Akademie

Die KNAK-Akademie macht Artenwissen online und kostenlos für alle Naturinteressierten zugänglich. An diesem virtuellen Lernort gibt es neben vielen anderen Kursen einen mit dem Schwerpunkt Hautflügler:

Eine Übersicht aller zur Verfügung stehenden Lernangebote über Arten und Lebensräume gibt es hier.

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