Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Frank Beisheim/NABU-naturgucker.de
„Im Schatten sah ich ein Blümchen steh’n, wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön.“
– Johann Wolfgang von Goethe „Gefunden“ (1813)
Faszination Frühblüher – die ersten blühenden Pflanzen des Jahres, die das Ende eines langen, kalten und oftmals grauen Winters ankündigen, faszinieren nicht nur die großen Dichter und Denker seit langer Zeit. Wir alle können uns daran erfreuen, wenn wir bei einem Waldspaziergang wieder auf die erste Blütenpracht stoßen. Ein Frühblüher, den Ihr häufig zu seiner Blütezeit im März und April entdecken könnt, ist das Buschwindröschen.
Wir möchten herausfinden, wo das Buschwindröschen vorkommt, welche Lebensräume es bevorzugt und welche es eher meidet. Ihr könnt uns dabei helfen, indem Ihr uns Eure Beobachtungen meldet. Der Schwerpunkt dieser KNAK-Meldeaktion liegt in Niedersachsen, aber auch Meldungen aus anderen Bundesländern sind herzlich willkommen.
Um Euch die Dokumentation Eurer Funde zu erleichtern, bieten wir eine einfache Meldemöglichkeit an. Unsere Buschwindröschen-Aktionsseite könnt Ihr per Smartphone, PC, Laptop oder Tablet nutzen. Sie enthält eine Beschreibung des Buschwindröschens und Informationen zu zehn weiteren frühblühende Pflanzenarten, mit denen Verwechslungen möglich sind und die ebenfalls in Deutschland vorkommen.
Teppich aus Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Susanne Großnick/NABU-naturgucker.de
Das Buschwindröschen ist ein typischer Frühblüher. Es wächst als Teil der Krautschicht am Waldboden im Frühjahr, wenn die Bäume noch keine Blätter tragen. Nur in der Zeit bekommt es durch die Zweige das viele Licht ab, das es benötigt. Aufgrund dieser hohen Lichtansprüche findet der gesamte Lebenszyklus des Buschwindröschens zwischen Februar und April statt. Es bedeckt oft große Flächen des Waldbodens mit seinen grünen Blättern und weißen Blüten.
Oft ist es an Stellen zu finden, die mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche, tiefgründige, lehmige Mullböden besitzen. Es wächst beispielsweise viel in sommergrünen Laubwäldern und in Schlehengebüschen. Das Buschwindröschen kommt ausgeschlossen der Küstenmarschen und waldfreien Landschaften überall vor. In den Allgäuer Alpen steigt es sogar bis auf etwa 2000 Meter.
Buschwindröschen werden zwischen 10 und 25 cm groß und bilden in der Regel nur eine Blüte pro Pflanzenexemplar aus. Selten haben sie auch zwei Blüten. Die Blüten bestehen aus sechs bis acht (manchmal 12) weißen Perigonblättern (äußere Blütenblätter), die außen leicht rosa gefärbt sind. Diese sind in zwei Kreisen angeordnet und besitzen eine lange elliptische Form. Die Blütenspitze ist in der Regel gerundet, manchmal allerdings auch leicht eingekerbt. Etwa 10 bis 20 unverwachsene, längliche und flaumig behaarte Fruchtblätter sind von zahlreichen Staubblättern mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln umgeben.
Während der Blütezeit der Buschwindröschen fehlen grundständige Blätter. Das gestielte fingerförmige Grundblatt bildet der Frühblüher erst nach der Blütezeit aus. Im oberen Stängeldrittel befinden sich in einem Quirl (Wirtel) angeordnet drei Hochblätter. Diese besitzen einen mindestens einen Zentimeter langen Stiel, sind handförmig dreigeteilt und besitzen grob gesägte Abschnitte. Der Blütenstiel der Buschwindröschen ist mit kleinen Haaren besetzt und entspringt der Vereinigung der Hochblätter.
Buschwindröschen (Anemone nemorosa), (c) Martina Limprecht/NABU-naturgucker.de
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30 Mai 2026
9:00 - 17:00
Hessisch Oldendorf
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